Ein Beispiel
Ein Prozent aus dem Netz. In einem Jahr.
Ein Wohnhaus, seit dem Frühjahr 2025 in Betrieb. An derselben Anlage hängen der Haushalt, die Warmwasserbereitung, die Heizungsunterstützung und das Auto.
- Verbrauch im Jahr
- 12.102 kWh
- davon aus dem Netz
- 126 kWh
- direkt von der Sonne
- 8.917 kWh
- über die Batterie
- 3.059 kWh
- Eigenversorgung
- 99 %
Gemessen im VRM-Portal der Anlage über zwölf Monate · Stand 1. Oktober 2026
Woran der Strom geht
Im Technikraum
- Module
- 36 × 445 Wp
- Modulleistung
- 16,02 kWp
- PV-Wechselrichter
- Fronius Symo
- Wechselrichter
- 3 × MultiPlus-II 48/5000
- Speicher
- 6 × Pylontech US5000
- Speicher, nutzbar
- 27,4 kWh
- DC-Verteilung
- PowerLink System
Die Verteilung zwischen Batterie und Wechselrichtern ist unsere eigene: PowerLink System, mit dem GX-Display in der ersten Kammer. Darüber die drei MultiPlus-II, darunter der Fronius für die Module, rechts der Batterieschrank.
Der kleine Laderegler links ist kein Rest, sondern Absicht. Die Module liefern über den Fronius ins Wechselstromnetz — und der Fronius braucht ein Netz, um überhaupt zu arbeiten. Bei Stromausfall mit leerem Speicher stünden beide still: der MultiPlus kann ohne Batterie kein Netz aufbauen, der Fronius ohne Netz keinen Strom liefern. Ein eigener Modulstrang geht deshalb über einen SmartSolar-Laderegler direkt auf die Batterie. Der lädt auch dann, wenn sonst alles aus ist — die Anlage kommt aus eigener Kraft wieder hoch, ohne Netz und ohne Aggregat.
Was sie gekostet hat
- Was die Anlage gekostet hat, brutto
- 28.700 €
- davon je Jahr, auf zwanzig Jahre verteilt
- 1.435 €
- So teuer ist damit eine eigene Kilowattstunde
- 12 Cent
- Dieselbe Kilowattstunde aus dem Netz
- 33 Cent
- Strom, den das Haus dadurch nicht kauft
- 3.952 € im Jahr
Break-even
7 Jahre 3 Monate
Die 12 Cent sind die Anschaffung, verteilt auf zwanzig Jahre und geteilt durch die Kilowattstunden, die das Haus im Jahr selbst deckt — der Preis, zu dem dieses Haus seinen eigenen Strom herstellt. Zwei Dinge fehlen bewusst in der Zahl: die Einspeisung (6 Cent je Kilowattstunde) ist nicht eingerechnet, sie verkürzt die Zeit zusätzlich. Und der Teil, der in die Heizstäbe geht, hätte ohne Anlage nicht Strom gekostet, sondern Holz — dort ist die Ersparnis in Euro kleiner als 33 Cent. Der Break-even ist damit das optimistische Ende einer Spanne, nicht ihr Mittelwert.



