Node-RED
Regelungen, die es ab Werk nicht gibt.
Ein Victron-System kann viel: laden, entladen, einspeisen, zwischen Netz und Generator umschalten. Was darüber hinausgeht, steht in keinem Menü — Überschuss in den Heizstab, Einspeisung nach dem Signal des Netzbetreibers, zwei Anlagen an einer Batteriebank.
Dafür bringt der Cerbo GX Node-RED mit: eine Ablaufsteuerung, die im Gerät selbst läuft. Kein zweites Gerät im Schrank, kein Cloud-Konto, keine laufenden Kosten.
Wofür
Was sich damit lösen lässt.
Immer dieselbe Bauart: Werte aus der Anlage lesen, daraus etwas rechnen, einen Sollwert zurückschreiben.
Verwerten
Überschuss statt Einspeisung
Heizstab, Boiler, Wärmepumpe, Ladestation. Geschaltet wird nach dem, was wirklich übrig ist — gerechnet aus Netz, Batterie und dem, was schon läuft; mehrstufig, wenn es mehr als einen Verbraucher gibt.
Begrenzen
Einspeisung und Bezug
Einspeiselimit nach Signal des Netzbetreibers, nach Uhrzeit oder nach Batteriestand. Lastspitzen am Netzanschluss kappen, damit der Anschlusswert reicht.
Verbinden
Mehrere Quellen
Generator, Wasserkraft, ein zweites Wechselrichtersystem: Leistung führen, Vorrang festlegen und jede Quelle getrennt zählen, damit im VRM ablesbar bleibt, woher der Strom kam.
Bedienen
Werte, die es im Menü nicht gibt
Ein Schieberegler, ein Zahlenwert, ein eigener Zähler — angelegt als virtuelles Gerät. Danach am GX-Display, in der App und im VRM sichtbar, ohne zusätzliche Hardware.
Beispiele
Vier Steuerungen, die laufen.
Keine Studien — alle vier sind gebaut, in Betrieb und über Monate beobachtet.
01
Zwei Heizstäbe, zweistufig
2 × 6 kW über Schütze an den Relais des Cerbo. Geschaltet wird nach dem tatsächlichen Überschuss aus Netz, Batterie und der bereits laufenden Stufe; Stufe 2 braucht 12,4 kW.
Der Abwurf hängt am Defizit der laufenden Stufe, nicht am Zählerwert. Wer den nimmt, bekommt Takten im Minutenbereich: bei ladender Batterie zeigt der Zähler Bezug, obwohl Überschuss da ist — und ein ESS hält den Zählerpunkt ohnehin auf null.
2 × 6 kW · Relais 1 + 2 · Schwellen 6,0 / 12,4 kW · Takt 10 s
02
Einspeisung nach EVU-Signal
Ein Digitaleingang am Cerbo führt das Freigabesignal des Netzbetreibers. Liegt es an, steht die Netzeinspeisung auf 7,4 kW; fällt es weg, auf 0. Fronius Symo 10.0-3-M mit MultiPlus, seit Juli 2026 in Betrieb.
Geschrieben wird die ESS-Einstellung, nicht die Leistungsgrenze des Wechselrichters. Andersherum regelt der interne ESS-Regler dagegen und die Leistung pendelt — ein Fehler, der erst nach Tagen auffällt.
0 / 7,4 kW · Digitaleingang · ESS-Einspeisegrenze · seit 07/2026
03
Zwei Systeme an einer Batteriebank
3 × MultiPlus 10000 am Generator und 3 × MultiPlus 8000 am Wasserkraftwerk, beide auf derselben Batterie, beide an einem GX. Der Strom des zweiten Systems wird über ein 0–10-V-Signal geführt, mit einem Faktor, der am GX-Display verstellbar ist.
3 × 10 kVA + 3 × 8 kVA · ein GX · 0–10 V · eine Batteriebank
04
Getrennte Energiebilanz je Quelle
Damit im VRM ablesbar bleibt, wie viel aus dem Wasserkraftwerk kam und wie viel aus dem Generator, bekommt jede Quelle einen eigenen Zähler als virtuelles Gerät — mit eigener kWh-Historie, aus den Phasenleistungen aufsummiert.
virtuelles Gerät je Quelle · eigene kWh-Historie · sichtbar im VRM
Ehrlich gesagt
Was Node-RED nicht ist.
Kein Ersatz für das ESS. Was der Wechselrichter ab Werk regelt, bleibt bei ihm — die Steuerung setzt darüber an und schreibt Sollwerte. Zwei Abläufe, die auf denselben Wert schreiben, arbeiten gegeneinander; deshalb gehört zu jeder Erweiterung die Frage, was danach abgeklemmt wird.
Und ein Ablauf, den niemand kommentiert hat, ist nach zwei Jahren nicht mehr zu ändern — auch von uns nicht. Deshalb ist die Datei, die Sie bekommen, beschriftet.
Weiter
Was soll die Anlage tun?
Ein Satz reicht als Anfang — was passieren soll und woran es sich entscheiden soll. Auch an Anlagen, die schon stehen, und auch dann, wenn sie jemand anderer gebaut hat.